Unser Ziel: gute Orte.

Es gibt zwei Orte, an denen »the balcony« erlebbar ist. Seit Frühjahr 2024 befindet sich der kreative Standort der Organisation im Atelier eines Bau- und Gartendenkmals in Meerbusch. Energetisch saniert ist das Gebäude ein Spiegel unserer grünen Überzeugung.

Unser »workspace« befindet sich im Düsseldorfer Szeneviertel Unterbilk. Hier hat die Kommunikationsagentur »MEHR+« ihren Standort. Gemeinsam wirken »MEHR+« und »the balcony« im Sinne nachhaltiger Veränderung.

Wir sollten heute schon nach den nachhaltigen Maßstäben leben, von denen wir möchten, dass sie morgen maßgeblich sind!

: habitat

Lebensräume im Wandel.
Das Leben und Arbeiten im Freien ist längst zu einem festen Bestandteil des modernen Lebensstils geworden und wird zunehmend mit ökologischem Bewusstsein verbunden. Immer häufiger werden urbane Räume um grüne Inseln erweitert, in denen Natur nicht nur gestaltet, sondern erlebt wird. Solche Orte steigern das Wohlbefinden, fördern Klima- und Umweltschutz und lassen neue Gemeinschaften entstehen.

An diesen Plätzen wird mit Freude verweilt, es werden Früchte geerntet, die zuvor durch umsichtiges »Gardening« herangewachsen sind, und es wird erfahrbar, wie Verantwortung für Umwelt und Zukunft konkret gelebt werden kann. Darauf legen wir Wert.

Insbesondere im »habitat« in Meerbusch wird genau dies sichtbar: Ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble wurde so umgestaltet, dass historische Substanz erhalten und zugleich neue Energiequellen erschlossen wurden. Photovoltaik, Luft-Wasser-Wärmepumpe und ein intelligentes Energiemanagementsystem bilden hier die Grundlage für ein nahezu autarkes Leben – ohne fossile Brennstoffe, aber mit Respekt vor der Baukultur.

Mit unserem Projekt »habitat« ist ein Ort entstanden, an dem Architektur, Gartenlandschaft und moderne Technologie miteinander verschmelzen – und an dem Zukunftsfähigkeit nicht nur erdacht, sondern erlebbar gemacht wird.

Architektur und Natur.
Das »habitat« ist eine Anlage, die 1967 von Professor Wolfgang Döring entworfen wurde. Döring war einer der prägenden Architekten der Nachkriegsmoderne und Pionier des modularen, seriellen Bauens. Er wirkte nicht nur durch eigene Bauten wie diese lokal, sondern fungierte auch als Impulsgeber für Christoph Ingenhoven und darüber hinaus zahlreiche namhafte internationale Architekten.

Charakteristisch für das »habitat« sind die klaren Linien, die funktionale Reduktion und die enge Verbindung von Architektur und Landschaft. Die schlichte Formensprache, die Nähe zum Brutalismus und die durchdachte Reihung der Baukörper dieses Komplexes zeugen von einer Zeit, in der Zweckmäßigkeit und gestalterische Qualität bereits als produktive wie konstruktive Einheit verstanden wurden.

Seit 2014 steht das Ensemble unter Denkmalschutz und wurde dennoch behutsam weiterentwickelt – 2019 in enger Abstimmung mit Döring selbst. Heute wird dieses architektonische Erbe nicht nur bewahrt, sondern ist durch eine intelligente energetische Transformation zukunftsfähig, was die »the balcony foundation« als Ideengeberin und Kommunikationspartnerin des Projekts intensiv begleitet. Hier verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart, und ein bedeutendes Zeugnis der Moderne wird als lebendiger Ort, vis à vis der Landeshauptstadt Düsseldorf, neu interpretiert.

Mehr Grün im urbanen Raum bedeutet mehr Lebensqualität – und zugleich gelebte Klimaverantwortung.

Experimentierraum im Grünen.
Das »habitat« versteht sich als Labor für die energetische Sanierung im denkmalgeschützten Bestand – und zugleich als Bühne für eine lebendige Gartengestaltung. Hier wird Biodiversität gefördert, indem eine wilde Wiese Bienen und Insekten Raum bietet. Auch ohne grünen Daumen wird eine kleine Ernte möglich gemacht und so ein Beitrag zur Vielfalt geschaffen. Selbst bei einem Wintergrillen im Freisitz aus Beton soll Wärme spürbar bleiben – nicht nur unter den Füßen, sondern auch im gemeinschaftlichen Erleben.

»Wir haben ein ganz besonders Habitat für »the balcony foundation« gefunden.«

Die »balcony-redaktion« im Gespräch mit Markus Schüßler.

Energieeffizientes Wohnen ist gerade im Bestand ein wichtiges Thema. Denn hier gibt es viel zu tun. Die »the balcony foundation« stellt sich dem Abenteuer Energiefreiheit und Klimaneutralität und hat das passende Objekt dafür gefunden. Als Referenz für die Wärmewende, die Energiewende, die Agrarwende und die Mobilitätswende. Und das alles in einem Habitat.

the balcony: Mit dem Projekt »tb | habitat« möchtest du zeigen, wie nachhaltiges Wohnen geht. Was hast du hier genau vor?

Markus Schüßler: In der Landeshauptstadt Düsseldorf und Umgebung haben wir einen neuen Standort gesucht und gefunden. Ein Zuhause in dem wir eine Referenz für effizientes, energetisch optimiertes Wohnen im Bestand schaffen können. Ein guter Ort für regen Austausch mit vielen Menschen. Und Raum, um unsere Projekte zu entwickeln.

the balcony: Bezieht sich das »habitat« denn nur auf das reflektierte Wohnen?

Markus Schüßler: Nein, denn damit wollen wir für alle Lebensbereiche zeigen, wie man klimabewusst und dennoch komfortabel leben kann. Wir gärtnern, bieten leckere vegane Ernährungsideen an und nutzen saubere Mobilität, um zu unserem »habitat« zu kommen. Kluge Beispiele für ein nachhaltige Konsumverhalten und Produkte dürfen natürlich nicht fehlen.

the balcony: Welcher Gedanke steckt dahinter?

Markus Schüßler: Wir möchten ein »habitat« schaffen, um eine Aufbruchstimmung zu entfachen – Energiefreiheit und Klimaneutralität als das nächste große Abenteuer feiern. So wie in den Siebzigern, als der Wunsch nach einem PC in jedem Zuhause für persönliche Freiheit stand und der Gratiszugang zu Wissen für Jedermann, das Ziel war. Heute ist es eben nicht der PC, sondern PV auf jedem Dach, und das ist nur der Anfang.

the balcony: Was glaubst du, wie stark ist klimabewusstes Wohnen bereits im Bewusstsein der Gesellschaft verankert?

Markus Schüßler: Wir sehen bei diesem Kernthema unserer »foundation« einen sehr hohen Beratungsbedarf bei vielen Menschen. Ganz besonders bei Immobilieneigentümern, Mietern und Investoren. Klimafreundliche Gebäude ohne die Nutzung von Öl und Gas sind auch im Bestand und im Objektbau möglich. Wir sollten für die nachfolgenden Generation alle Hebel in Bewegung setzen, dies zu erreichen. Das heißt, deutlich mehr Klimaverantwortung übernehmen und investieren. Darüber möchten wir reden, gerne in unserem neuen »habitat«!

the balcony: Was erhofft Ihr euch von diesem Projekt?

Markus Schüßler: Wir möchten ganz praktisch in unserem »habitat« zeigen, wie ein klimafreundliches Zuhause machbar ist. Und unser nachhaltiges Bewusstsein schärfen. Unsere Erfahrungen und unsere jahrelang gewachsenen Verbindungen zur Industrie möchten wir nutzen, um Brücken zu bauen und Wissen zu vermitteln.

: workspace

Beim Gebäudebestand des Düsseldorfer »Zukunftsviertels« Unterbilk, in dem die Kommunikationsagentur »MEHR+« zuhause ist, ist der Bedarf für vergleichbare Maßnahmen wie im »habitat« groß. In Bezug auf die Anpassung an den Klimawandel und die Nutzung erneuerbarer Energien gibt es auch hier viel zu tun, um Zukunftsfähigkeit zu erreichen. Und es ist eine fortwährende Herausforderung, Lösungen für einen nachhaltigen baulichen Wandel im Urbanen zu finden.

»MEHR+«, deren Schwerpunkt auf Projekten rund um nachhaltiges Bauen, Wohnen und Leben liegt, stellt mit ihren Agenturräumen gern ebenfalls einen Ort zur Verfügung, an dem entsprechendes Wissen geteilt, Konzepte geschärft und konkrete Schritte für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung diskutiert und vorbereitet werden können. Dieser »workspace« der »the balcony® foundation« ist als Standort somit auch ein Standpunkt.

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